Vuchur war weit mehr als nur mein Sportpartner. Er war ein Geschenk – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Geschenk meiner Mutter, das mein Leben auf eine Weise bereichert hat, die sich kaum in Worte fassen lässt.

Seinen Namen trägt er nach dem Glücksdrachen aus "Die unendliche Geschichte"  und genau diesem Namen wurde er mehr als gerecht. Er hat mir Glück geschenkt, mich wachsen lassen und mich auf meinem Weg begleitet. Mit ihm durfte ich den Sprung in die schwere Klasse schaffen. Viel wichtiger als jeder sportliche Erfolg war jedoch das, was er mich gelehrt hat.

Vuchur war ein Pferd, das mich gefordert hat. Er hat mir gezeigt, dass Leichtigkeit oft mehr bewirken kann als Druck, dass ein offenes Ohr mehr wert ist als jede Technik und dass nicht jedes Problem nach einer Richtlinie gelöst werden kann. Er hat mich gelehrt, zuzuhören, hinzusehen und den Moment anzunehmen – Fähigkeiten, die heute die Grundlage meiner Arbeit mit Pferden bilden.

Friederike

Pferde begleiten mich, solange ich denken kann. Man könnte fast sagen, ich konnte eher auf einem Pony sitzen, als laufen. Obwohl ich im Laufe der Jahre viele verschiedene Sportarten ausprobiert habe, hat mich das Reiten nie losgelassen. Meine Mutter hat meine Leidenschaft von Anfang an geprägt und gefördert – und heute weiß ich, dass genau das der richtige Weg für mich war als Pferdemensch, als Therapeutin und vor allem als Vorbild.

Sie hat mir beigebracht, den Pferden zuzuhören, auch wenn sie kein einziges Wort sprechen. Denn Pferde kommunizieren jeden Tag mit uns – durch ihre Körpersprache, ihr Verhalten und ihre Bewegung. Es liegt an uns, ihre Sprache verstehen zu lernen.

Meine sportliche Laufbahn führte mich durch alle Disziplinen des Reitsports. Besonders die Vielseitigkeit hat mein Herz erobert und begeistert mich bis heute. Gleichzeitig konnte ich in der Dressur und im Springen Erfolge bis in die höheren Klassen erzielen. Ein ganz besonderer Meilenstein war der Aufstieg in die schwere Klasse der Dressur mit meinem Herzenspferd Vuchur – ein Erfolg, auf den ich mit großer Dankbarkeit zurückblicke.

Schon immer war es mir wichtig, meine Pferde selbst auszubilden und ihren Weg von Anfang an zu begleiten. Auch zahlreiche junge Berittpferde durfte ich auf ihrem Ausbildungsweg fördern und entwickeln. Diese Erfahrungen haben meinen Blick für jedes einzelne Pferd geschärft und mir gezeigt, wie individuell Ausbildung und Förderung sein müssen.

Um mein Wissen stetig zu erweitern, habe ich früh die Ausbildung zur Trainerin begonnen und bin heute Inhaberin des Trainer-A-Scheins im Leistungssport. Darüber hinaus werde ich in diesem Jahr die Ausbildung zur Richterin, also  zum Turnierfachpersonal absolvieren, um den Reitsport auch aus diesen Perspektiven noch besser zu verstehen.

Den entscheidenden Baustein für meine heutige Arbeit bildete schließlich die Ausbildung zur Physiotherapeutin und Osteopathin für Pferde an der ATM. Sie hat mein Verständnis für Biomechanik, Bewegungsabläufe und die Zusammenhänge zwischen Training, Gesundheit und Leistung auf ein neues Niveau gehoben.

Dass ich diesen Weg eingeschlagen habe, ist im Rückblick vielleicht gar nicht so überraschend. Meine Mutter war bereits Physiotherapeutin für Pferde. Wie wahrscheinlich viele Teenager war ich lange überzeugt: „Ich werde später niemals das machen, was meine Mutter macht.“ Heute kann ich darüber schmunzeln – denn letztendlich bin ich doch in ihre Fußstapfen getreten. Und heute weiß ich, dass es genau die richtige Entscheidung war.

Die tägliche Arbeit mit den Pferden begeistert mich bis heute aufs Neue. Jedes Pferd bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Stärken und Herausforderungen mit. Genau diese Individualität macht meinen Beruf so besonders. Mein Ziel ist es, jedes Pferd bestmöglich zu unterstützen, seine Gesundheit zu fördern und gemeinsam mit seinem Menschen das Beste aus ihm herauszuholen.

Genau darin liegt die Idee hinter EquiCircularis: Wir möchten unser Wissen bündeln, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die das Pferd langfristig unterstützen. Unser Anspruch ist es, jedes Pferd individuell zu betrachten, seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit nachhaltig zu fördern und dabei immer das gesamte System +

im Blick zu behalten.

Ich bin dankbar dafür, diesen Weg gemeinsam als Team zu gehen und unsere unterschiedlichen Erfahrungen und Fachbereiche miteinander zu verbinden – mit einem gemeinsamen Ziel: das Pferd ganzheitlich zu verstehen, bestmöglich zu begleiten und langfristig gesund zu erhalten.

 

Marcel

Mein Name ist Marcel Bendieck – Hufschmied aus Leidenschaft, mit dem Anspruch, mit meiner Arbeit das Wohl des Pferdes nachhaltig zu fördern.

2018 habe ich meine Prüfung zum Hufschmied an der Hufbeschlagschule Schweppe in Dortmund erfolgreich abgeschlossen. Anschließend durfte ich fünf Jahre als angestellter Hufschmied an der Schule wertvolle Erfahrungen sammeln und mein Wissen stetig vertiefen. 2023 habe ich meine Weiterbildung zum Lehrschmied erfolgreich abgeschlossen und war insgesamt acht Jahre als Ausbilder tätig.

Diese Zeit hat mich fachlich und persönlich sehr geprägt. Nun ist für mich der richtige Moment gekommen, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und als stolzes Mitglied von Equicircularis neue Wege zu gehen.

Warum bin ich Hufschmied geworden?

Die Arbeit mit Pferden begeistert mich jeden Tag aufs Neue. Ich arbeite gerne mit Menschen und Tieren und schätze besonders die Vielseitigkeit dieses Berufes. Kein Pferd ist wie das andere – jedes bringt seine eigene Geschichte, seine individuellen Bedürfnisse und seine ganz persönlichen Herausforderungen mit sich.

Genau das macht für mich den Reiz des Hufbeschlags aus. Nach jeder Arbeit bekomme ich ein unmittelbares Feedback vom Pferd. Gemeinsam mit dem Besitzer gilt es, genau hinzuschauen, Zusammenhänge zu erkennen und die passende Lösung für das jeweilige Pferd zu finden.

Dabei fasziniert mich besonders das Zusammenspiel von Handwerk, Wissen und Beobachtung. Mit den Händen zu arbeiten, gleichzeitig aufmerksam zu denken und jedes Pferd immer wieder neu zu verstehen, fordert mich sowohl körperlich als auch geistig – und genau diese Verbindung liebe ich an meinem Beruf.

Das größte Gefühl der Erfüllung ist für mich jedoch, zu sehen, dass meine Arbeit einem Pferd hilft. Wenn sich Bewegungsabläufe verbessern, das Pferd sich wohler fühlt und wieder mehr Freude an der Bewegung entwickelt, zeigt mir das, warum ich diesen Beruf mit so viel Leidenschaft ausübe.

Ganzheitlich denken. Individuell handeln.

Bei Equicircularis steht für uns das Pferd als Ganzes im Mittelpunkt. Hufbeschlag, Physiotherapie und Osteopathie sollen nicht isoliert voneinander betrachtet werden. Vielmehr möchten wir Zusammenhänge erkennen, gemeinsam betrachten und dadurch nachhaltige Lösungen für Pferd und Reiter entwickeln.

Ich freue mich besonders darauf, gemeinsam mit meiner Teampartnerin Friederike Bartels neue Herausforderungen ganzheitlich anzugehen. Unser Ziel ist es, jedes Pferd individuell zu betrachten und die verschiedenen Aspekte seines körperlichen Wohlbefindens miteinander zu verbinden.

Denn jedes Pferd ist einzigartig und verdient eine Herangehensweise, die zu ihm passt. Für mich bedeutet das, genau hinzusehen, zuzuhören, Fragen zu stellen und gemeinsam mit dem Besitzer die bestmögliche Lösung zu erarbeiten.

Nachhaltigkeit bedeutet für mich dabei nicht nur, eine kurzfristige Verbesserung zu erreichen. Es geht darum, Ursachen zu erkennen, Zusammenhänge zu verstehen und Lösungen zu entwickeln, die dem Pferd langfristig zugutekommen.

Gemeinsam für das Pferd

Ich bin überzeugt davon, dass wir als Team mehr erreichen können. Der Austausch verschiedener Fachbereiche eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht es uns, das Pferd noch umfassender zu betrachten.

Genau dafür steht Equicircularis für mich: ganzheitlich, individuell, nachhaltig und gemeinsam im Team.

Für das Wohl des Pferdes – mit Leidenschaft, Fachwissen und als Team.